The Journey

Was ist die Journey?

Hast Du schon einmal kleine Kinder beobachtet, die wütend sind? Erst toben sie – dann schimpfen sie – dann weinen sie … und dann gehen sie zur Tagesordnung über, als wäre nichts geschehen. Kleine Kinder – noch ungeprägt von Regeln und Normen – durchlaufen mit diesem Verhalten ganz instinktiv so etwas wie einen Journey-Prozess. Sie „rutschen“ ganz einfach und selbstverständlich durch ihre Gefühle, bis sie wieder mit sich und der Welt im Reinen sind.

Wie kam uns dieses natürliche Verhalten abhanden?

Wir erlebten, dass unser Verhalten immer wieder bewertet wurde. Und so lernten wir, unsere Gefühle zu unterdrücken. Zum Beispiel war das einst als selbstverständlich empfundene Gefühl von Wut nun mit dem Etikett „unerwünscht“ versehen und wurde fortan unterdrückt. Damit wurde das in Gang gesetzt, was Brandon Bays als die Bildung der Schichten bezeichnet, die wir über unser wahres Selbst gelegt haben. Jedes einzelne Gefühl, das wir je unterdrückt haben, macht eine der vielen Schichten aus – bis hin zu dicken Schutzmauern – hinter denen wir uns verstecken. Es ist leicht nachvollziehbar, dass sie damals sinnvoll waren, um uns vor immer wiederkehrenden Verletzungen zu beschützen. Wir übersehen aber, dass sie uns einsperren. Heute schützen sie uns nur noch vermeintlich, denn in erster Linie trennen sie uns: von den anderen und vor allem von uns selbst.

Mithilfe der Journey lernen wir wieder, uns selbst wahrzunehmen und alle auftauchenden Gefühle einfach nur als selbstverständlich und damit als willkommen anzusehen. The Journey, so betont Brandon Bays auf ihren Seminaren, ist kein Pflaster, das man sich irgendwo hinklebt, um unerwünschte Gefühle nicht mehr zu fühlen. Sie ist als Einladung zu verstehen.

Eine Einladung auf eine Entdeckungsreise, um sich selbst zu finden.

Der Weg dorthin führt uns zu unseren verborgensten Ängsten und Wunden, aber auch zu unseren größten Wünschen und Sehnsüchten, die uns oft noch nicht einmal bewusst sind. Diese „Reise“ kann uns schnell und dauerhaft von den Ängsten, die uns blockierten befreien, so dass wir uns endlich wieder selbst wahrnehmen. Sie löst uralte Knoten und befreit und uns von Lasten, unter denen wir jahrelang litten. Und das nicht nur auf emotionaler Ebene, sondern auch auf der körperlichen. Sie bringt die Mauern, hinter denen wir uns verbergen, zum Schmelzen und hebt damit die Trennung, von dem, was wir in Wirklichkeit sind, auf, so dass unser wahres, strahlendes Wesen wieder zum Vorschein kommen kann.

Quelle: Anke Schmitz